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Aus »Idäisches Licht. Zweites Buch«. Gedichte 2006, Vers 12403 bis 12422

OLIVENBAUM


Ruhmreichster der Baumeszunft,
Tief und knorrig, breit und krumm,
Runenrat der Wiederkunft,
Den Jahrtausend schmeißt nicht um.

Noah treibt dem Zweige nach,
Dem Peisandros schmückst die Axt,
Dem Odyß ein Ehgemach,
Denn wo ihr, Oliven, wachst,

Sind die Götter niemals fern,
Und im Öl, das labt und heilt,
Hätt der knüppelharte Kern
Gern den Rest der Zeit geweilt.

Trockenheit und Wüstenglut
Steckst du ohne Klage fort,
Aber Frost zerstört den Mut,
Drum du nie gedeihst im Nord.

Doch dein Öl ist dort begehrt
Und im ganzen Erdenkreis,
Weil es uns so köstlich nährt,
Ob es kalt ist oder heiß.