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Aus »Idäisches Licht. Erstes Buch«. Gedichte 2006, Vers 10739 bis 10778

JUGEND


Ob Mohn, ob Seim,
Gefahr, Gedicht,
Sie ruft dich heim,
Was sie verspricht,
Ist alt, so alt
Wie nur die Welt,
Und es verhallt
Erst, wenn sie fällt.

Die Götter stehn
In ihrer Schuld,
Und wenn sie gehn,
So rückt der Kult
Vom Gipfelschnee,
Den sie nicht braucht,
In jede See,
Daraus sie taucht.

Ob sie das Heil
Im Flug begreift,
Als Sonnenpfeil
Durch Wolken schweift,
Ob sie ihn freit
Und sich vertauscht,
Ihr ist die Zeit
Ein Meer, das rauscht.

Sie krönt das Haupt
Wie Wogen Schaum,
Und wer ihr glaubt,
Agiert im Traum,
Der ihn umspielt
Und ihm nicht sagt,
Wohin er zielt
Und wann es tagt.

Doch wer ihr traut,
Hat ohne Groll
Auf Sand gebaut,
Und Glaubens voll,
Daß nicht ein Scherz
Die Karten leg,
Weiß er ins Herz
Den Königsweg.