Willkommen

Lebenslauf

Aktuell

Werke

Publikationen

Video

Leserstimmen

Verweise

Besucherbuch

Impressum
 
voriges Gedicht nächstes Gedicht

Aus »Idäisches Licht. Erstes Buch«. Gedichte 2006, Vers 11378 bis 11397

LEONIDAS


Zahlreich die Perser, doch größer das Heer
Schwitzender Knaben, das atemlos lauscht,
Was uns Plutarch, deinem Streite zur Ehr,
Zeichnet, hat Schiller und Nietzsche berauscht.

Du bist die Klinge, die Weltzeit nicht stumpf
Macht, denn zum Liebling im Träumergehäus
Wird nicht der Feldherr in Gold und Triumph,
Sondern wer sank unterm Blitzstrahl des Zeus.

In den Berichten aus hundertster Hand,
Lischt nicht dein Leuchten, es dauert vermehrt,
Selbst wenn das meiste der Preiser erfand,
Seist du noch hundertfach stärker geehrt.

Denn durch dein Opfer, dem Rechner gering,
Heilig dem Erben, der hochherzig denkt,
Hat sich dem Griechen und Abendlands Ring
Herrlich der Mythos von Sparta geschenkt.

Kein Philosoph und kein orphisches Buch
Hat uns das Göttliche holder gesagt
Als das Bestehn vor dem knechtischen Fluch,
Drum der Hoplit das Unmögliche wagt.