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Aus »Heliodromus«. Gedichte 1993, Vers 7732 bis 7751

OUTREMER


Im Jenseitsland, beherrscht von Staub und Krähen,
Vereinte sich mit Christi Mönchsgelübden,
Was brachlag lang im Dämmer der Mithräen,
Und flackerte in Festungen und Krypten.

Der Männerbund, der ritterliche Tugend
Der Armut weiht und dem Apostelstuhle,
War Augenleuchten einer frohen Jugend,
Die mehr verlangte als die Bauernschule.

Hier war ein Pfad, nicht Acker und Familie
Zu weihen alles Lebensglück und Wollen,
Hier bot ein Orden Raum für Gral und Lilie,
Der nicht im Mythendunkel blieb verschollen.

Doch da das Land entrissen Sarazenen,
Zerfiel auch die Kultur dem Ritterorden,
Und als mit Segeln schlafften auch die Sehnen,
Wars leicht die Krieger jählings hinzumorden.

Der König, der in Aragon den Klagen
So gerne glaubte und dem Schmutz, der Schande,
Zog nur den Schlußstrich den geweihten Tagen,
Die fielen mit der Macht im Heilgen Lande.