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Aus »Der Weiße Falter«. Gedichte 1992, Vers 5779 bis 5794

NACHTWANDERUNG


Die Nacht steigt aus dem Buchenwald,
Der Weg am Ufer schimmert kalt,
Und alles scheint vertan, versäumt,
Dort wo die Natter taglang träumt.

Du wanderst, wo dein Herz schon weiß,
Gebannt bist du im kleinsten Kreis
So wie der Pilz an sein Myzel
Und wehrlos vor dem Marschbefehl.

Die Grille und der Kauz, der schreit,
Sie finden keine Heiterkeit
In deinem Ohr, das wandern muß
Vom Fluß zum Wald, vom Wald zum Fluß.

Und auch die Sterne zählen nicht,
Wie oft dein Fuß die Spur zerbricht,
Und ihre Ordnung zeigt dir nur
Die Nacht und deine eigne Spur.