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Aus »Winterlandliebe«. Gedichte 2016, Vers 44313 bis 44345

IM KLAN


I

Im Klan zu leben taugt nicht für Moderne,
Für Neid und Sucht und was da egoman
Sich spreizt, jedoch der Freie beugt sich gerne
Im Klan.

Mit bloßem Rückzug ist es nicht getan,
Kein Herkules vom Himmel holt die Sterne,
Nur Kampf und Rüstung weigern sich dem Wahn.

Drum bleib der Halbling ganz in der Taverne
Und fasle von Dionysos und Pan,
Derweil entfalten sich die Samenkerne
Im Klan.


II

Im Klan zu leben taugt nicht für die meisten,
Sie schwimmen nicht, sei noch so morsch der Kahn,
Sie wollen ihre Ruhe und nichts leisten
Im Klan.

Der Ganter glaubt so gern, er sei ein Schwan,
Und daß der Schlachter arglos holt den Feisten,
Gibts stärkre Mittel heut als Baldrian.

Statt Weisen lauscht der Narr den Weitgereisten,
Er ruft nach Staat und Plagen auf den Plan.
Drum hüte dich vor ihm, dem allerfreisten,
Im Klan.


III

Im Klan zu leben ist ein Sprung ins Wasser,
Obgleich das Ufer niemands Augen sahn,
Drum spricht ironisch stets der Unterlasser
Vom Klan.

Vor der Versuchung schützt kein Lebertran,
Im Felde der Verpöbler und Durchrasser
Ist jegliches Geschenk ein Drachenzahn.

Verlaß die Welt der Schlemmer und der Prasser,
Und wende dich von der Kometenbahn,
Und kämpf vervielfacht gegen Menschenhasser
Im Klan.