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Aus »Weckruf und Mohn«. Gedichte 1988, Vers 3497 bis 3510

LINDENSCHATTEN


Genieß den Lindenschatten und begreif,
Kein beßres Haus steht irgendwo im Land,
Und wer den Preis hat anderem erkannt,
Verwechselt wohl die Nase mit dem Schweif.

Der Boden zeigt sich kahl wie abgebrannt,
Die Luft ist nicht zu windig noch zu steif,
Ein Bann wie ein geheimnisvoller Reif
Macht alles innig, heimlich und verwandt.

Vollkommen wird der Raum, der dich umfängt,
Wenn du nicht einsam bist und doch bei dir,
Wenn nichts dich abhält oder ruft und drängt.

Mit jedem Atem dankst und singst du ihr,
An der dein Herz und deine Stärke hängt,
Und die verbürgt, daß Lindenschatten hier.