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Aus »Weckruf und Mohn«. Gedichte 1988, Vers 3187 bis 3200

DEZEMBER


Die große Unschuld, die tyrannisch fällt
Hat dich erreicht, nun lösch die Fackel aus
Und laß Gesang, in einem Schneckenhaus
Ist Schweigen vor der Wiederkehr der Welt.

Hier ruhn die Bilder, oft gerufen, aus,
Die Stimme, die den Klang zusammenstellt,
Den Himmeln schweig, was dich im Leben hält,
Der Krähe nur, wie du verfemt, vertrau’s.

Sie scharrt im Eis, bis sie es aufgibt und
Dich böse anstarrt, frostzerzaust und wund:
Sie weiß von Mord im Liebeslied-Geharf.

Sie weiß dein Wort, noch ungeformt im Mund,
Von Haß, geholt aus schlimmer Träume Schlund,
Von Schrecken, die man nicht vermuten darf.