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Aus »Weckruf und Mohn«. Gedichte 1988, Vers 2961 bis 2974

SCHLAF


Er überfällt im Hinterhalt, beschleicht
Mit Eifersucht, daß er dich nicht allein
Beschauen darf, den schwanken Wunsch zu sein,
Der Rauch an Sommernachmittagen gleicht.

Den Räubern ist die Zärtlichkeit gemein.
Wer weiß, ob dich noch Wirklichkeit erreicht?
Der Traum ist fraglich, und das Wort: vielleicht
Zerspellt an einer Göttlichkeit von Stein.

Wohl möglich, daß sie Möglichkeit uns böt,
Sie anzuherrschen, fragenvoll: warum?
Und Nachsicht vieler Müdigkeiten röt

Dies Antlitz, das uns ewig schien und stumm,
Im Anflug: sprich und deine Fragen töt
Geraden Wegs, wenn alle Linien krumm.