Willkommen

Lebenslauf

Aktuell

Werke

Publikationen

Video

Leserstimmen

Verweise

Besucherbuch

Impressum
 
voriges Gedicht nächstes Gedicht

Aus »Weckruf und Mohn«. Gedichte 1988, Vers 2707 bis 2720

FALTER-GESANG


Apollon schläft nicht, und er dürfte es
Im Schoß der Musen, doch er senkt sein Haupt
Nur in das eigne Wachen. Lind belaubt
Sein Wimpernschlag, was müde uns, doch weß

Farbwunder uns das Licht-Geheimnis raubt
In Mittags, Mittnachts Gleiche, Zauber des
Großblickens, Flügel-Aug? – und nie vergeß
Ich Sommer, heimlich lieb und kaum geglaubt.

Kelch eines Ungeträumten, koste – ach,
Wo Honig fließt, mag auch die Stunde rasch
Entfliehen, Nymphe, scheu, nur Sternen wach,

Muß er im hohen Mittag sein. Erhasch
Nicht folgenloses Flattern, sink und fach
Sein helles Ruhn, drin dunkel deins verasch.