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Aus »Weckruf und Mohn«. Gedichte 1988, Vers 2665 bis 2678

ABSCHIED UND TOD


Ein Traum, in andre Träume eingefügt,
Ein Licht, so weiß, aus heißer Nächte Schlund –
Wem sind die Zeiten solcher Träume kund?
Sie haben sich und unserm Traum genügt.

Sie spielten sich an ihrer Schönheit wund,
Die Engel, licht, wo nie ein Morgen trügt,
Die Zeit vergaß, und auch daß Liebe lügt,
War nur ein Spiel auf dem erblühten Mund.

Der Fliederzweig und die verletzte Hand,
Die Wolken, weiß und leicht im Sommerwind –
Du hast den Engel, früh geschaut, bekannt.

Und Träume, da wir unsre Engel sind,
Erinnern sich, dem frühesten verwandt,
Wenn Blut so leicht auf weiße Laken rinnt.