Willkommen

Lebenslauf

Aktuell

Werke

Publikationen

Video

Leserstimmen

Verweise

Besucherbuch

Impressum
 
voriges Gedicht nächstes Gedicht

Aus »Weckruf und Mohn«. Gedichte 1988, Vers 2651 bis 2664

FELSIGES TAL


Ein Tal, in Schiefer, aufgetürmt, geschürft,
Weckt meinen Traum am nahen Horizont,
So oft der Fluß, von spätem Herbst besonnt,
Die Grüße Meers und Wolkendunsts verwirft.

Die Kerbe, eng, bedroht von steiler Front,
Getön des Winds und die Versuchung: dürft
Ich jener sein, der ozeanisch schlürft,
Einschlingend, was mir schlängelnd nahn gekonnt.

Doch kaum versuch ich, der ersehnten Au
Fußwegs zu nahn, verwehrt aus wärmerm Süd
Legion von Faltern, dich geschart, die Schau.

Und ich versteh: ich fand den Weg verfrüht,
Und wende mich zurück ins Himmelsblau,
Nach Wolken, spiegelnd, was im Tal geblüht.