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Aus »Weckruf und Mohn«. Gedichte 1988, Vers 2531 bis 2544

SPRACHFAHRT


Seit ich vergaß, wann ich die Anker ließ,
Und Sonne schwand, von mürber Front bedräut,
Und Raubgeflügel rings ein Grabgeläut
Im Schweigen, das an Raum gewinnt, verhieß,

Erahnte ich, von schwarzem Licht bestreut,
Das Nahn Apolls im dichten Nebel-Vlies,
Im Wort, das Traum in ein Versprechen wies
Und dessen Fortgehn die Erkenntnis reut.

Da wußte ich: wenn sein Gebot erscheint,
Ist Tag nicht Licht und Nacht nicht Finsternis,
Und Schwindel, der uns Wort und Welt vereint

Ist der des Wolfs, des Schrecklichen gewiß,
Der zieht sein wundes Fell aus, wacht und weint:
Gefallner Engel, der dich mahnt: Vergiß!