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Aus »Die alte Linde. Zweites Buch«. Gedichte 2013, Vers 42077 bis 42100

WOLFRAMSLINDE


Vom Haidstein heißts im Parzival,
Die Gräfin sei dem Dichter gut,
Gering ward längst der Zeugen Zahl,
Doch einer spricht mit grünem Mut,
Der alte Lindenbaum bei Ried
Steht hohl nur noch auf Rindenbast,
Doch unzerstörbar wie das Lind
Schirmt er des Wandersmannes Rast.

Es heißt, ein Leinenweber hab
Den Webstuhl drinnen aufgestellt,
Zwar stützt die Hohle mancher Stab,
Doch groß genug ist diese Welt,
Zurecht hat man dem Lindenries
Des Dichters Namen zugeteilt,
Es sank die Burg, doch auf der Wies
Der Recke trotzt dem Sturm und heilt.

Zwar ist die Krone arg gezaust,
Doch was bizarr und knorrig ragt,
Den Genius, der im Lande haust,
Noch jedem, der hier eingekehrt, sagt.
Und daß nicht ungedeutet bleibt
Des Mittelalters Erdensalz,
Erfahre, wo sie jährlich treibt,
Die Herrlichkeit der Oberpfalz.