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Aus »Die alte Linde. Erstes Buch«. Gedichte 2012, Vers 40904 bis 40927

WITTEKIND-LINDE


Zu Giseh, heißt es, such nach Sphinxen.
Doch nein, geh kürzer nach Elbrinxen,
Am Schwalenberger Wald in Lippe,
Nah bei der Kirche wurzelt mächtig,
Uralt und gar nicht aberschlächtig,
Die Hauptfrau aus der Linden-Sippe.

Sie stamme noch aus Christi Tagen,
So jene, die Rekorde jagen,
Dies ist gewiß zu weit gegriffen.
Doch ist der Sockelstamm gewaltig,
Dabei die Krone regelfaltig,
Die träumen läßt von Segelschiffen.

Sie ist gewiß dem Wittekinde,
Deß Weg sich uns verliert im Winde,
Des würdevollste Mal der Erde,
Der freie Sachse, erdentsprossen
Und doch zum Himmelsflug entschlossen,
Zeigt sich mit eherner Gebärde.

Der Karl, der jeden überwunden,
Hat solche Preisung nie gefunden,
Kein Wurzler ist der Seidenspinner.
Der eine will nicht wiederkommen,
Der andre, daß ihm Edle frommen –
Wer ist bei Gott nun der Gewinner?