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Aus »Die alte Linde. Erstes Buch«. Gedichte 2012, Vers 40764 bis 40787

QUENSTEDT


Die alte Kirche Linden pries,
Drum dachte man im Luthertum,
Man pflanz zu Reformators Ruhm
Die Eiche mit dem Wintervlies.

Doch war die Linde so beliebt,
Daß aufkam zwar der Eichen-Brauch,
Doch oft entschied der volle Bauch,
Daß es auch Luther-Linden gibt.

Der unter Linden gern gezecht,
Sprach ihnen manches Gute nach,
Im Ringethal auf einer sprach
Er auch und pflag das alte Recht.

Drei Sommer nach dem Thesenschlag
Die erste Luther-Linde wächst,
In Quenstedt nennt der alte Text
Genau das Jahr und auch den Tag.

Sie wär von größrem Wuchse noch,
Wär Eifer zarter ihrem Wohl,
Auch daß von Stein die Innenhohl,
Erstickt die Fruchtbarkeit im Loch.

Das paßt zu Luthers Kirche heut,
Sie hat die Botschaft längst erstickt,
Und eh sie letzte Wurzeln knickt,
Studier sie, wie er traf die Leut.