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Aus »Schnitterfest«. Gedichte 2011, Vers 39415 bis 39447

QUACKER


I

Quacker nennt man Enten, Frösche, Finken,
Freilich, wer gewohnt den kargen Acker,
Nennt auch Leute mit zu großem Zinken
Quacker.

Die bedenklich tun wie Flammgeflacker
Wackeln, hackeln, dackeln, ihnen stinken
Jungfraun oder allzufesche Racker.

Überall sehn sie die Zeichen winken,
Aber wer da sagt: Korinthenkacker!
Will ja gar nicht Meßwein mit dir trinken,
Quacker!


II

Quack die Lehr, daß alle im Talare,
Weil die Welt schon morgen klagt im Sack,
Also hat die meisten Missionare
Quack.

Und so heißts, daß unser kleiner Zwack,
Weil ein Raubtier, stracks zur Hölle fahre,
Denn erlaubt ist nur ein Knechtsgeplack.

Nur wer schon als Kind hat graue Haare,
Mag das Zeug, das heilig ist dem Pack.
Jeder andre nennt verdorbne Ware
Quack.


III

Quacken paßt zu Pommes und Gemüse
Oder wenn die Gläubiger im Nacken,
Leute mit geschmacksneutraler Drüse
Quacken.

Wie man weiß, daß keine Bomberjacken
Retten Düsenjäger ohne Düse,
Trifft das Schicksal endlich alle Macken.

So beschließt der Koch in der Kombüse:
Wenn die Hühner sich im Hof behacken,
Muß man eine Psychoanalyse
Quacken.