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Aus »Kursachsenspiegel«. Gedichte 2010, Vers 36654 bis 36677

SYRAU


Der Kirchturm zeigt als Achteck das Barocke,
Das Heiltum ragt dem Wahn der Zeit enthoben,
Wer frei, daß er sich ins Gestühle hocke,
Sieht rings die Maler unaufhörlich loben.

Ein Paar aus dem Geschlecht der Watzdorf-Grafen
Fand hier sein Grab, wie uns der Stein verkündigt.
Gibts einen schönern Ort, um auszuschlafen?
Doch nein, auch hier wird bitterbös gesündigt.

Die Grabbemalung wird uns angepriesen,
Als sei dies ein profaner Ort der Lehre.
Als wesentlichen Satz behielt ich diesen,
Daß die Unesco schütz des Werkes Ehre.

So wird ein Grab zum Propaganda-Mittel,
Um alle Demut aus dem Haus zu treiben,
Man spürt den Kunstprofessor, der im Kittel
Nicht müde wird, sich seine Hand zu reiben.

Ob die Unesco oder ihresgleichen
Respekt bezeugen einer deutschen Sitte,
Ist unerheblich, einem Dorf muß reichen
Das Zeichen, das der Herr in seiner Mitte.

Wir sind umstellt von ungebetnen Rühmern,
Drum nottut ein Gesetzestext, ein kurzer:
Wir sagen nein zu allen Inter-tümern,
Es gibt auch so genug der Sesselfurzer.