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Aus »Kursachsenspiegel«. Gedichte 2010, Vers 37525 bis 37548

SCHWARZENBERG


Schwarze Berge sah einst der Ottone,
Zwischen Böhmen und dem Pleißenlande
Hieß es, daß Befestigung sich lohne,
Wo der Wald verbarg die Räuberbande.

Barbarossa gab die Stadt dem Erben,
Lobdeburg und Tettau war sie eigen,
Bis Kursachsen konnte sie erwerben
Und zur Vormacht Luthertumes steigen.

Kirch und Schloß stehn auf dem Felsenriegel,
Drum die Schleife zieht das Schwarze Wasser,
Dennoch gleicht das Umland einem Tiegel,
Totenstein und Ottenstein die Fasser.

Hirschstein, Hoher Hahn und Hohe Henne,
Galgenberg und Rockel sind markante
Sporne, dran ich Schwarzenberg erkenne,
Auch wenn oft die ganz Stadt verbrannte.

Grobgefasert oder mittelschrotig
Ist der Augengneis mit erznen Adern,
Ob der Mensch hier wendisch oder gotisch,
Keiner sollte mit dem Schlägel hadern.

Heute freilich ist auch die Kommune
Ein Museum für die Bustouristen,
Wenn verkehrt sich stellt die Lebensrune,
Braucht es großen Lärm in Schweigefristen.