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Aus »Zweifelsbachgrund«. Gedichte 2010, Vers 35885 bis 35908

OXALIS


Das Kleeblatt steht für guten Wunsch und Segen,
Vierblättrig ist es nicht so oft zu schauen,
Es ist ein Brauch, getrocknet es legen
Dem Jahrbeginn als Zeichen für Vertrauen.

Mit Kleesalz schrubbt man Flecken fort und Schreine
Sind mild zu bleichen mit der schwachen Säure,
Zur Zeit, als seinen Bacherach schrieb Heine,
Schiens manchem, daß der Klee die Welt erneure.

Aus Preußisch Blau ein böses Gift kann weichen,
Blausäure, Blau, das keinen Frieden stiftet,
Amerika hat später, ganz im Zeichen
Der Technik manchen Schelm damit vergiftet.

Daß die Substanz nicht ähnelte dem Leben,
War jedem klar, weshalb die Hydrolyse
Zum Kleestoff, galt als Nachweis, das wir weben
Das Universum ohne Schleim und Drüse.

Ameisensäure, wenn man ihre Salze
Erhitzt, bringt selbes und vermehrt die Kette,
Doch dies ist nichts für Kutscher und Geschnalze,
Nur Hetze frommt der Druckerpreß fürs Fette.

Wem die Chemie als gute Kunst verständig,
Der rechtet nicht mit Gott und den Geschöpfen,
Das Kleeblatt steht fürs Herz, das liebt lebendig
Den andern ist es Futter in den Töpfen.