Willkommen

Lebenslauf

Aktuell

Werke

Publikationen

Video

Leserstimmen

Verweise

Besucherbuch

Impressum
 
voriges Gedicht nächstes Gedicht

Aus »Zweifelsbachgrund«. Gedichte 2010, Vers 35684 bis 35716

ZINK


I

Zink uns frommt als Galmei oder Blende,
Deine Haut gleich gelbem Veilchen trink
Aus dem Bade, da die Wannenwände
Zink.

Wohlfeil gibt sich nicht und wieselflink,
Was bereit, daß Eisen nichts verschwende,
Und sich fügt ins mattere Geblink.

Wenn verewigt, suchen deine Hände
Auch am Himmelstor die Messingklink,
Für die Lieben steht als Sarg am Ende
Zink.



II

Zacke war dem Zink der Namensgeber,
Da uns das Metall aus trüber Schlacke
Zinkenförmig starr ward, rief der Heber:
Zacke.

Mancher zeigt mit dem Symbole Flagge,
Mancher denkt bei Zinken an den Eber,
Andern ist das eine Dichter-Macke.

Zink allein holt Kupfer aus der Leber,
Und den Aussatz von der wunden Backe,
Bebt die Erde, nenn den tiefsten Beber
Zacke.



III

Zinnen auf den Kanten, auf den Ecken,
Sagen an, die Wehr kann rasch beginnen,
Alles wolln, nur niemals sich verstecken,
Zinnen.

Schwalbenschwänzig muß der Waibling minnen,
Wie der Welf das Rechteck weiß zu recken,
Doch die wahre Wehr steht immer drinnen.

Zeltdachzinnen folgen andern Zwecken,
Um zu schmeicheln weithin unsern Sinnen,
Wären ganz mit Zink gezackt zu decken
Zinnen.