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Aus »Zweifelsbachgrund«. Gedichte 2010, Vers 35664 bis 35683

GOLD UND SILBER


Mit Gold und Silbermünzen lebt das Tauschen,
Die trüben Luft nicht oder feuchte Hände,
Zwar Schwefel mag am Silber sich berauschen,
Doch dies ist nichts, was überall sich fände.

Wenn Jesus sagt, man sei dem Feind Beschämer,
Wird dies verdreht von manchem Worte-Drechsler,
Doch bleibt gewiß: gemeint war nicht der Krämer,
Denn umgestoßen ward der Tisch der Wechsler.

Er sprach: Ihr macht den Tempel zum Konsume,
Und euer Gott hat ein Gesicht von Ziffern.
Er fluchte nicht dem Unternehmertume,
Das wagt bei Wagnern, Webern oder Schiffern.

Er sprach den Leihern und den Spekulanten,
Die Münzen gegen andre Münzen wogen,
Die Nutzen ziehn vom Glanz und vom Verbrannten
Und sich verschwörn in volksentfernten Logen.

Das Edle taugt zum Gleichnis nur, als Ware
Ists ein Verbrechen wider alles Leben,
Wird dir bewußt, daß solcher Geist sich schare,
So hüte dich, ihm deine Hand zu geben.