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Aus »Zweifelsbachgrund«. Gedichte 2010, Vers 35384 bis 35399

OXYGENIUM


Den Sauermacher kennen wir im Meere
Der Luft, er bindet Wasserstoff zum Heile,
Doch dem Gestein frommt allezeit die Ehre,
Daß es ihn trägt zu seinem größten Teile.

Was kein Metall, macht er an Erden sauer,
Und auch an Lüften, kriegt er sie zu fassen,
Ob Wein, ob Milch – im Offnen fehlt die Dauer,
Der Sauermacher kann sein Tun nicht lassen.

Er läßt uns leben und am Ende sterben,
Der Atemzug ist Selbstmord stets auf Raten,
Den Pflanzen, die ihn spenden und erwerben,
Sind Tier und Mensch schmarotzerhaft geraten.

Daß wir verschwenden uns und ihn zusammen,
Macht uns die Muskeln und die rasche Kehre,
Er ist der Tempel, drin wir frei verflammen,
Wo Pflanzen warten, daß sie wer verzehre.