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Aus »Trichterwinde«. Gedichte 2009, Vers 33885 bis 33900

BLAUREGEN


Blauregen, der sich stark und stämmig breitet
Bei guter Krume und im Sonnenscheine,
Hat mindren Meistern oft Verdruß bereitet,
Und führte sie dann selber an der Leine.

Nicht nur, daß manchmal die Gerüste brechen,
Auch Ziegel wandern, und verschnürte Rohre
Erweisen sich als Werk von kargen Blechen,
Die Stäbe biegen sich sogar am Tore.

Da ist dem Seil zuletzt zu schwach der Anker,
Und unterm Schmuck verdirbt das so Geschmückte,
Drum sorge, daß der Trieb beizeiten schlanker,
Bevor er den Rebellendegen zückte.

Dann sorgt er, daß der Mai dich lad zur Feier
Mit holdem Duft und himmelblauen Blüten,
Wer solcher Recken sich erkühnt als Freier,
Muß sich im Schaun vor allem Leichtsinn hüten.