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Aus »In den Isarauen«. Gedichte 2009, Vers 32392 bis 32424

HOCHZEITSSPRUCH


I

Gibt es auch nicht Häckselstreuen,
Brautentführung, Polterkrach,
Will ich doch nicht länger scheuen,
Daß ich ein paar Verse mach:
Wo sich zwei die Ringe reichen
Um den kleinen Unterschied,
Mög die Sonne niemals weichen
In ein feindliches Gebiet.


II

Venus-Günstling, Amors Vetter
Sang die Drossel mit dem Star.
Welch ein Wesen wohl noch netter
Als am Eich das Eichhorn war?
Trommelfell und Bühnenbretter
Strapaziert die Rockerschar,
Und dem Trende ist der Setter
Androgyn mit langem Haar.

Welch Natur den First erkletter,
Sind Propheten Wissens bar,
Schaun wir einer Nymphe Better
Oder frommts dem Albenmahr?
Doch bevor der Herbst die Blätter
Fegt, wird Rock der Rocktalar,
Und wir sehn, der Isarstädter
Bringt sich neuem Frühling dar.

Kein Korsett verbirgt als Plätter
Was die Brust macht jedem klar.
Wo ein Weib, kommt auch der Retter,
Daß es blüh im Prinzenpaar.
Eine fesche Dirne hätt er,
Raunt dem Bären zu der Aar,
Hofft, daß sie aus Sturm und Wetter
Fänd den Hafen am Altar.