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Aus »Waldeinsamkeit«. Gedichte 2008, Vers 31320 bis 31343

JOACHIM KARSCH


Parolen hehr und Fröste harsch,
Die sechste Weihnacht überm Krieg,
Du wärst gern wie dein Name karsch,
Doch nur wer muß, der spricht vom Sieg.

Der Träumer wächst aus hartem Holz,
Der Bildner schleift an Haupt und Hand,
Das Neue Jahr, ach – segnets? grollts?
Entwürfe stapeln Fach und Wand.

Daß wirklich wieder Friede sei,
Daß nicht nur still die Waffe schweig,
Du hast da nichts erbaulich frei
Als Flitterschmuck am Tannenzweig.

Bald stirbst du, daß man nicht verschlepp
In den Ural die Sklavenkraft,
Nach siebzig Jahrn mit Fron und Nepp,
Kaum einer noch den Frieden schafft.

Was deutsch und heilig, ist tabu,
Was Kunst und Recht, bestimmt der Feind,
Eh Schmach dir zog die Kehle zu,
Hast du ein andres Heil gemeint.

Vergessen weht durchs Stoppelfeld,
Der Schlächter zählt da ras, dwa, tri,
Doch wer sein Werk ins Dunkel stellt,
Wird auferstehn aus Nichts und Nie.