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Aus »Waldeinsamkeit«. Gedichte 2008, Vers 31018 bis 31031

SITZENDER JÜNGLING


Er sitzt, doch so, daß er sich bald beweis,
Den Armen stehen Schwung und Fall in Waag,
Die Stirn zeigt an, daß hier ein Wollen mag,
Doch etwas hält den Leib, so weich und weiß.

Stroh-störrig sticht des Haares Raufgelag,
Das Auge blitzt, der Mund bleibt zögernd leis,
Ob pfeilschnell sich als Gerte reg das Reis,
Verrät kein Hauch an diesem lauen Tag.

Die Zeichnung läßt uns träumen und vertraun,
Doch so ist jede Jugend anzuschaun,
Die noch nicht trat ins unbedingte Joch.

Denn vor der Tat liegt aller Hoffnung Zaun
Mit Schwermut, noch einmal zurückzuschaun
Und auszuharren zwischen Noch und Doch.