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Aus »Waldeinsamkeit«. Gedichte 2008, Vers 30720 bis 30743

WALDEINSAMKEIT


O wunderbaren Schweigens Hort,
Wie einsam hüllt das lichte Grün,
Daß jedem Laut ein Zauberwort
Muß unterm Krongewölb erblühn.

Hier gilt kein schnöder Menschenzwist,
Hier bist du einsam auch zu zwein,
Denn jeglicher Gefährte ist
Ein Birkenstamm in Eichenhain.

Hier weben Wind und Vogelbalz
Am Einklang, der dich hebt und trägt,
Hier ist dein Geist das Körnchen Salz,
Das Gott ganz unvermittelt frägt.

Hier hast du früh und gut gewußt,
Daß nicht der Sense schwingt der Tod,
Denn lassen einst dich Schmerz und Lust,
Warst du zuvor oktoberrot.

Ein Blatt, dies ist dir sehr gemäß,
Du grünst und färbst dich ausgezehrt,
Für Gott ist jeglich Ding Gefäß,
Das im Verwehn den Schöpfer ehrt.

Der gute Schlaf ist ein Geschenk,
Weil er vergibt und Tiefe leiht,
Wenn ich der Lieb im Walde denk,
So ist gewiß bald Schlafenszeit.