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Aus »Waldeinsamkeit«. Gedichte 2008, Vers 30545 bis 30559

JUNGWALD-TERZINEN


Der krumme Lebenspfad im jungen Haine
Ist ein Motiv, das zu gestalten müde
Das Aug nicht wird, das klar wie alte Weine.

Gar manchem scheint es ungezähmt und rüde,
Wie sich Gestrüpp und Kräuticht mählich weitet,
Jedoch die Künstler sind nur selten prüde.

Was leicht und locker aus dem Bleistift gleitet,
Hat weder Absicht noch Dozentenlaune,
Weil nur der Traum es unwillkürlich leitet.

Und lockt im Grün das Schwarze und das Braune,
Ists wie im Mondlicht nur als Ton zu fassen,
Der zwittrig bleibt wie der Hellenen Faune.

Drum lieb im Tun auch stets das Unterlassen,
Und mach dich leicht bewaffnet auf die Beine:
Was je zu zeichnen, reift in Jungwald-Gassen.