Willkommen

Lebenslauf

Aktuell

Werke

Publikationen

Video

Leserstimmen

Verweise

Besucherbuch

Impressum
 
voriges Gedicht nächstes Gedicht

Aus »Waldeinsamkeit«. Gedichte 2008, Vers 30042 bis 30065

WEIDEN AM TEICH


Biegsam und in flinkem Sprossen
Herrscht ihr bald am Ufersaum,
Abstand zu den Artgenossen
Braucht, wer so verflicht den Raum.

Daß im Strohdach ihr zur Wiede
Taugt, sieht gleich, wer schauen mag,
Trutz und Ankerung im Riede
Trägt der Steg des Wandrers Tag.

Für den Korb brauchts junge Triebe,
Doch zur Zwiesprach müdem Sinn,
Reicht, was mancher nur durch Hiebe
Kennt, in jedem Alter hin.

Licht und Wasser sind vonnöten,
Wo ihr sonst bescheiden steht,
Mancher Nutzer wird euch töten,
Doch das heimliche Gered,

Drum ich euch am Weiher grüße,
Brauch ich grad wie Naß und Licht,
Denn des Träumens Honigsüße
Birgt der Sträucher Leichtgewicht.

Wo sich Tod und Licht zum Eide
Treffen zwischen Wrack und Moor,
Wahrt die Würde stets die Weide,
Und streckt stolz die Kätzchen vor.