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Aus »Waldeinsamkeit«. Gedichte 2008, Vers 29953 bis 29976

FRIEDRICH VON LOGAU


Dreimal tausend Sprüch und Sinn,
Dreimal tausend Wink und Witz,
Wer dies liest, verbucht Gewinn,
Und er dankt dem Logau-Fritz.

Hier sind Schärfe und Humor,
Eines Vogels Flügelpaar,
Was gefällig tönt dem Ohr,
Macht das trübste Auge klar.

Hier wird lächerlich der Putz
Und beschämt die Heuchelei.
An den Pranger Eigennutz,
Habsucht und Ausländerei!

Wer die Sprache uns verhunzt
Und die fremden Moden äfft,
Sei entfernt der deutschen Kunst
Als ein Hund, der draußen kläfft!

Wer das Vaterland nicht liebt,
Wem da schwillt ein welscher Kamm,
Sei mit Pfeilen Spotts durchsiebt
Aus des Dichters Epigramm.

Dreimal tausend Sprüch und Sinn,
Die postscripta nicht gezählt,
Ob du Mensch seist oder Dschinn,
Schau, wie sich die Maske schält.