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Aus »Das Murmeln der Ilm«. Gedichte 2008, Vers 27366 bis 27389

KRANICHFELD


Kraniche, die dieses Tal
Wählten stets in großer Zahl,
Warn zwei Frankenrittern stolz
Licht im dunklen Buchenholz.

Enzenburg und Schleußenwehr
Trutzten hoch und bürgten Ehr,
Niederburg und Oberschloß
Wachten über Feld und Troß.

Auch vom Sporn der Neuen Mahl
Pflag ein Turm des enge Tal,
Rüstig auch die Kirche stand,
Drum sich Wall und Zinne wand.

Slaven waren hier nicht fern,
Und sie raubten Maiden gern,
Doch beschützt vom Falkennest,
Blieb die Sprache deutsch und fest.

Auf der Niederburg triff heut,
Was des Falkners Schaulust beut:
Würger, Adler, Rot-Milan
Und was stößt im Falken-Clan.

Streift der Uhu fast dein Haupt,
Hast du gern der Kunst geglaubt,
Bis das Oberschloß dir viel
Noch verspricht im Ritterspiel.