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Aus »Rhön und Rennsteig«. Gedichte 2007, Vers 21862 bis 21894

DOLMAR


I

Die Mittelachs der Welt ist uns ein Stein,
Drauf sich der Zwinger wähnt im Audimax,
Und fest und unermeßlich alt muß sein
Die Mittelachs.

Hier schützt dich vor Sirenensang kein Wachs,
Und auch ins Jagdhaus schlug der Donnrer ein,
Hier hüte sich, wers lässig mag und lax.

Und wem der Blick ins Sternmeer noch zu klein,
Der üb zu segeln wie der Flieger Quax
Und geb am End bekannt, es fänd kein Schwein
Die Mittelachs.


II

Der Mittelstein, Omphalos, Nabelsporn
Stürzt Wolke, Stern und Regenbogenschein,
Es zeigt dir alle Dinge ganz von vorn
Der Mittelstein.

Er machts dem Hauer schwer in seinem Schrein,
Doch quellenreich ist er ein Sagenborn,
Draus plätscherts gülden bis zu Kelch und Wein.

Wer hier gedeiht, der träumt vom vollen Horn
Der Amalthea und vom Schatz im Rhein,
Denn im Basalt bewahrt das goldne Korn
Der Mittelstein.


III

Das Mittelland such nicht am Mittelmeer
Und nicht am Pol und fern am Thulestrand,
Es findt kein Kraut und auch kein Flugverkehr
Das Mittelland.

Es ist dir in die Stirne eingebrannt
Und sagt dir stets das Tal, da kamst du her,
Und sein ist dein Versuch und dein Verstand.

Und wer du seist, was dir an Stand und Ehr
Bestimmt sei, sagt als Linie deiner Hand
Mit Buchenwäldern dicht und Felsen schwer
Das Mittelland.