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Aus »Rhön und Rennsteig«. Gedichte 2007, Vers 21814 bis 21861

UNSERER LIEBEN FRAUEN


Meiningen im Werragrunde,
Rennsteig und Rhönschäferei
Scheidend, birgt gar seltne Funde
Und das Logbuch wächst dabei.
Hergefahrn aus Klamm und Schrunde
Im Gesind der Akelei,
Wird selbst dem verwöhnten Munde
Völlers Bier zur Völlerei.

Aber Unsrer lieben Frauen
Heißt die Krone dieser Flur,
Seit dem Königsgute bauen,
Rat und Volk hier frisch und stur
Schiff und Türme, anzuschauen
Reich an Wandel und Zäsur,
Denn verschiednes Gottvertrauen
Gab sich Wohnung hier und Spur.

Nur ein Meister aller Stile
Senkt im Glätten nicht Niveau,
Da die Deutschen hohem Ziele
Hofften stolz und kaiserfroh,
Ward zum Vorbild schlankem Kiele
Wiener Stephans Domino,
Eint der Türm getrennte Spiele
Meister Hoppe uniso.

Was der neue Gote dichtet,
Wird vereinigt und bewahrt,
Abgebaut und aufgeschichtet,
Darf es blühn nach seiner Art,
Steig und Glocke wohl gewichtet,
Saum und Steg zu jedem Part,
Traumtat, die vom Ahn berichtet,
Der im Kyff mit rotem Bart.

Die Madonna, die im Steine
Ihren Sproß mit Wärme faßt,
Hat sich wohl in diesem Haine,
Deß Gezweig zusammenpaßt,
Deckenschwere spürst du keine,
Wohl verteilt sind Sturz und Last,
Und du kommst mit dir ins Reine
Und vergißt Geschäft und Hast.

Wer hier unsres Heilands Gnade
Übersieht, ist taub und blind,
Dem ist krumm, was ruht gerade,
Häßlich, was die Spinne spinnt,
Daß er uns zur Vesper lade,
Danke dem als Gotteskind,
Dem sein Leben nicht zu schade,
Daß wir ohne Sünde sind.