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Aus »Rhön und Rennsteig«. Gedichte 2007, Vers 23026 bis 23065

NEUHAUS


Neuhaus hast du oft ersehnt
Auf dem Arnsgereuther Hang,
Der zur Schlacht die Schleifen dehnt,
Daß er röte Stirn und Wang,
Auf Geröll und nassem Schnee
Glitt dein Fuß gefährlich aus,
Aber über Sturz und Weh
Thront am Kamm das neue Haus.

Von der Saale kamst du oft
In des Winters weißes Kleid,
Das vertuscht, was härmt und hofft,
Was dem Wandel und der Zeit,
Neuhaus hieß die neue Haft,
Die, begabt mit blankem Schie,
Schneisen durch die Böe schafft,
Daß die Flucht zum Pfad gedieh.

Neuhaus ist für unser Volk
Traum, da wir wie Wotan fahrn,
Schneeig hängt die dunkle Wolk
Drum, den Hof zu offenbarn,
Wo, verträumt in Frost und Eis,
Uns empfängt das Hundsgebell,
Zapfen stehn wie Birkenreis,
Weiher deckt ein weißes Fell.

Trunken hast du angeschaut
Hier Relief und da Skulptur,
Schnee ward eine Kunst vertraut,
Der nicht feil des Meißels Spur,
Lenz hat stets das Werk zerstört,
Wie im Wachen Traum verblaßt,
Doch du weißt, die Zeit betört
Nur das Söldnervolk der Hast.

Auch wenn du im Sommer gehst
Und an Höhn nicht Mangel weißt,
Rührt dich an, wenn du hier stehst,
Was das neue Haus verheißt,
Unser Traum, der Nebelheim
Ähnelt, wenn die Sonne steigt,
Findet Raum und findet Reim,
Wenn sich unser Genius zeigt.