Willkommen

Lebenslauf

Aktuell

Werke

Publikationen

Video

Leserstimmen

Verweise

Besucherbuch

Impressum
 
voriges Gedicht nächstes Gedicht

Aus »Rhön und Rennsteig«. Gedichte 2007, Vers 22512 bis 22531

LUTHERSTEIN


Stein am Wegkreuz denkt noch heut
Friedrichs, der der Weise hieß,
Seine kriegerische Meut
Luthers Knecht vom Kutschbock stieß.

Was nach Raub und Meuchelei
Auschaun sollt, war guter Plan,
Daß geschützt der Denker sei
Vor der Zeiten Fahr und Wahn.

Rasch geht rings das Mordgerücht,
Und manch Selbstgerechter meint,
Gott zertrat das Höllgezücht,
Daß da Rom erleichtert scheint.

Was der Theolog beginnt,
Braucht nicht Lärm und Schwertgeklir,
Im Refugium ausersinnt
Sich ein feineres Geschirr.

Deutschem Sinn für Kirch und Welt
Hat die Wartburg wohl gefrommt,
Dies beweist, wies Gott gefällt,
Daß man ab vom Wege kommt.