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Aus »Orlagau«. Gedichte 2007, Vers 19398 bis 19421

POMMERLEEDE


Läßt du Neustadt an der Brille,
Wo man früher Fußball übte,
Zeigt der Weg schon bald getrübte
Wanderfreud als Ackerrille.

Lehmig ist die gute Erde,
Wo man pflügte übern Hügel,
Schlamm verflucht, wer keine Flügel
Hat und nicht mal gute Pferde.

Hinterm Buckel, glatt am Weiher
Lockt das Gasthaus Pommerleede,
Dort ist zu, spricht Unkenrede,
Oder grad geschloßne Feier.

Als wir Schuljungs warn und Brause
Mochten, warn an Wandertagen,
Stets die Läden zugeschlagen,
Und den Sprudel gabs zuhause.

Aber seit man gut kassieren
Kann als Wirt am Waldesrande,
Ist vergessen diese Schande,
Und es mangelt nicht an Bieren.

Also sollst auch du nicht geizen
Abzukühln die Wandermühe,
Dröhnt zu stark die Gerstenbrühe,
Nimmst du halt ein gutes Weizen.