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Aus »Orlagau«. Gedichte 2007, Vers 18726 bis 18749

STEINBRÜCKEN


Von Kleina an dem Weg ins Tal
Steinbrücken liegt auf halber Höh,
Wo Bänke stehn in guter Zahl,
Ruh aus von Weg und Hochlandbö.

Die Höfe stehn hier dicht und fest,
Zu hörn ist manchmal Hundsgekläff,
Besonnt und schläfrig schweigt das Nest,
Wenn ich dich an der Weide treff.

Dies muß ein Ort der Nymphen sein,
Die Grillen spielen auf zum Tanz,
Fabrikgeächz und Straßenschrein
Verlernt sind und vergessen ganz.

Das Dorf steht nicht im Lexikon,
Und keiner schrieb ihm ein Gedicht,
Hier wirbt man mit Akkordeon
Und pflückt der Braut Vergißmeinnicht.

Drum glaub nicht, daß der Wahn der Zeit
Kein Fleckchen, keinen Winkel schon,
Und daß zu Gottes Heiterkeit
Sich nie der Weg ins Abseits lohn.

Hier sind für einen Nachmittag,
Mobil nicht Motor noch Gepieps,
Wenns Engelchen dich herzlich mag,
So halt und herz es fest und liebs.