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Aus »Fliederblüten«. Gedichte 1981, Vers 105 bis 118

MEIN ZEICHEN


So wie der Samen, der stirbt für die Erde,
Trägt es die Quelle, die Wasser verschenkt,
Hebt es die Sonne, die abends sich senkt,
Fröhlich, daß Morgen am nächsten Tag werde,

Stickt es der Wind aller Zeit in den Saum,
Wie auch dem Baum, den die Axt tödlich schlug,
Kraftlosem Stroh, das doch Ähren einst trug,
Einmal sich gebend, doch einsam im Traum,

Lebt es im Bache, der mündet im Fluß,
Weiß es sich mündig in allem, was treibt,
Rechtfertigt es auch den kühnsten Entschluß

Dessen, der reuelos stürzend es schreibt
Über das tötend gebärende Muß:
Es ist mein Zeichen, das Zeichen, das bleibt.