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Aus »Fliederblüten«. Gedichte 1981, Vers 481 bis 496

FLIEDERBLÜTEN


Wiedergeborn ist der Seele
Fisch, unter lächelnden Geiern
Teilen die Flocken, zerstäubt,
Schamhaarbewachsene Teiche.

Bittersüß ist die gefundne
Hand die Versuchung geworden,
Denn das Verfloßne verschenkt
Nur für die Nacht seinen Namen.

Tonlos aus torfig verwachsnem
Grund greift uns an das Zerträumte,
Und unsre Treue versucht
Weit in die Weichen zu treiben.

Schal tropft das Wasser aus deinen
Haarn, wenn die Angler ergrauen,
Einzig der Flieder bestreut
Treulos die fliehenden Fische.