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Aus »Fliederblüten«. Gedichte 1981, Vers 197 bis 210

EINMAL FLIEGEN


Ungestillt zeitlos verharrte mein Lieben,
Begehrend lag ich oft nächtelang wach,
Im Winterwind traurig, verzweifelt und schwach,
Sah ich verwundert ein Vögelein fliegen.

Es nahm meine Liebe aus grauen Intrigen,
Hoch in den Himmel, es schwang sich vom Dach,
Aber das Herz, ob das Auge auch lach,
Gewahrte das Meer, wo die Kräfte versiegen.

Liebe gebar sie, doch nichts ist geblieben,
Das Vögelein flog mir nicht lange umher,
Die Wolken erdrückten es eiskalt und schwer.

So wertlos und tot am Erdboden liegen –
Bläulich zerfrorn seh den Vogel ich leer.
Ach, wenn gleich ihm ich geflogen doch wär!