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Aus »Traum von Atlantis«. Gedichte 1994, Vers 9381 bis 9404

HELIKE


Stolzeste Stadt im Archaischen Bund,
Trifft dich in blühender Schöne der Schlag
Beben zerstört die Gemäuer, der Grund
Sinkt, daß das Meer sich den Rest nehmen mag.

War dir Poseidon Patron und Garant
Für die Gewinne in Handel und Krieg,
Hat er die Tochter als Schlächter berannt,
Heim sie befehlend ins Mythen-Gewieg.

Hunderte Jahre noch schaut man vom Schiff
Klar durch das Wasser Ruine und Schneis,
Ehe der Mensch nach der Weltkrone griff,
Stören die Himmlischen jäh unsern Kreis.

Daß sich der Weltlauf im Schrecken erfüll,
Weiß dein Geschatt wie ein Saurierskelett,
Wie von Atlantis so kündet der Müll,
Davon daß Zeit unsere Träume nicht rett.

Platon, der endliche Ringe beschwor –
Hat ihn dein Schicksal zum Gleichnis bewegt,
Das unserm Sinn ins Zuerst und Zuvor
Jegliches Gold der Titanenzeit hegt?

Ob dies so sei, wird entschieden nicht mehr,
Aber den Dichter, den solches Los rührt,
Hast du, Erwählte, Geschlagene, schwer,
Mitten ins Zentrum des Traumes geführt.