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Aus »Heliodromus«. Gedichte 1993, Vers 7434 bis 7447

AN DEN MORGENSTERN


Dem Dichter hat die Muse ausbedungen,
Nur sie zu preisen, sei der Schrein erbrochen,
Doch du Gestirn hast ihn mit Glanz bestochen
Und wirst darob durch alle Zeit besungen.

Schon früh hast du, auch mich zu unterjochen,
Den Trunkenen mit Traum begabt und Zungen,
Und wie dein Meer Ertrinkenden die Lungen
Zersprengt, schien es im Herzen mir zu pochen.

Du liebst die Ungebärdigen, die Jungen,
Und Liebe hast du deinem Sohn versprochen,
Zu viel, als daß ein Minderes bezwungen

Ihn hätte, und er wär mit Haut und Knochen,
Hätt nicht der Tag das Zwiegestirn verschlungen,
Hinauf in deinen hellen Schoß gekrochen.