Willkommen

Lebenslauf

Aktuell

Werke

Publikationen

Video

Leserstimmen

Verweise

Besucherbuch

Impressum
 
voriges Gedicht nächstes Gedicht

Aus »Heliodromus«. Gedichte 1993, Vers 7420 bis 7433

IM TRAUM


Im Traum, da ich mir selbst begegnet war,
Da faßte ich ein Herz und sprach mich an:
Wer bist du wohl, du fremd vertrauter Mann,
Und warum ist dein Aug so blau und klar?

Er faßte mich mit warmer Hand, besann
Sich kurz und sprach, der Wind zertrieb sein Haar,
Wer nahm dein Opfer an in Stolz und Fahr,
Da Jove nicht aus Staub erwachen kann?

Wer hortet, was aus deiner Welt entschwindet,
Sumpfdotterblume, die dein Fuß nicht findet,
Der Eichen neun und überm Ried den Aar?

Du selbst – und ich, der unter dir erblindet
Und dem Vergessen diesen Traum entwindet,
Bring mich in dir für das Verlorne dar.