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Aus »Heliodromus«. Gedichte 1993, Vers 7356 bis 7379

TRISKELL


Ruhepol im Sturm der Splitter,
Muster, das du nie ersinnst,
Ward der Quell des Lebens bitter,
Sieh in diesem Schlangengitter,
Odins Weisheit wuchs im Zwitter
Von Spirale und Gespinst.

Der umschlugen hält die Garbe,
Ist der Geist, der maßlos schenkt,
Daß sie aufblüh, daß sie darbe,
Liegt beschlossen in der Narbe,
Jede Regenbogenfarbe
Wird aus diesem Tau getränkt.

Sucht der Nordwind auszufegen
Haus und Halle, zerrt am Gurt,
Soll dich nicht sein Grimm bewegen,
Was sich aufbäumt, wird sich legen,
Denn du schwelgst im großen Segen
Honiggelb am Born der Urd.

Dein Refugium, Maß und Weite,
Au und Acker, Feld und Fels,
Runenrat und Opferscheite,
Sieg des Sängers, Sieg im Streite,
Skaldenmet der Osterleite
Ruhn im Herzgrund des Triskells.