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Aus »Heliodromus«. Gedichte 1993, Vers 7196 bis 7219

LOB DER SIEBEN


Wer den ersten Stein zu werfen
Wagt, hat sieben im Gepäck,
Um den sechsten Sinn zu schärfen,
Brauchts das siebente Versteck,
Wenn die Babylonier teilen,
Sieht man, ihr System besticht,
Fünf und sechs in Eintracht weilen,
Doch das Siebtel fügt sich nicht.

Sieben Fackeln vor dem Throne,
Sieben Hörner trägt das Lamm,
Sieben Fürsten hausen ohne
Gotteswort im Höllenschlamm,
Sieben Wandelsterne sagen,
Was im Künftigen gedeiht,
Sieben Weise, sieben Plagen,
Vierheit Raum und Dreiheit Zeit.

Dreimal sieben sind die Zeichen,
Drinnen sich der Narr verbirgt,
Sieben Tage mußten reichen,
Daß der Geist die Welt gewirkt.
Sieben Jahr die fetten Zeiten,
Sieben Jahr dann Hirsebrei,
Darum sagt, wer mag bestreiten,
Daß die Sieben göttlich sei?