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Aus »Der Weiße Falter«. Gedichte 1992, Vers 6886 bis 6915

FÜR RITTER LANZELOT


Lenk deinen Schritt in seine Acht,
Am Morgen, eh der Tag erwacht,
Macht hohen Sinns die Barke flott,
Miß nicht die Tat, die du vollbracht,
Laß Sorge gehn und sorg der Fracht
Allein für Ritter Lanzelot.

Sei untreu, wenn sein Speer dir winkt,
Cäsaren, und im Stern, der sinkt,
Heisch nicht den dreimalgroßen Thoth,
Ist es dein Blut, das strömend blinkt,
Lausch dem Geräusch, wenn er es trinkt,
Leichthin für Ritter Lanzelot.

In Fahrt und Fahr sei seiner froh,
Nur ihn sieh und das Rechte so,
Gelassen noch auf Feinds Schafott,
Leg dein Gesicht und frag nicht wo
Als letzten Stein im Domino
Milchweiß für Ritter Lanzelot.

Mit ihm hast du das Reich geschaut,
Land, Burg, Alraune, Lerchenlaut,
Als sei sein Teil, was einzig Gott.
So opfre Somas seidne Haut,
Cuprit, mit Wolkenschnee betaut,
Heilsam für Ritter Lanzelot.

Ihm sei das Schwert, das Gott zerbricht,
Lieb mag dir beistehn beim Gericht,
Lust im Gesang und Lust im Spott.
Ich schreib euch beide ins Gedicht,
Nur scheid ich eins vom andern nicht,
Genau wie Ritter Lanzelot.