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Aus »Weckruf und Mohn«. Gedichte 1988, Vers 2799 bis 2812

DER FREMDLING


Er lag im Schweiß, als ihm der Traum entglitt,
Allein in seiner Atemnot – allein.
Die Luft blieb willig, und sie drangen ein
Und brachten ihren langen Abend mit.

Und Unschuld, bös im tänzerischen Schritt,
Gefiel, was ihn erröten ließ, im Wein
Mit vielen Spielen zwischen dein und mein,
Die er nur schwer begriff und sanft zerlitt.

Ihm war, als ob er durch die Wüste ritt,
Dämonisch hellwach, und er wollte schrein,
Als ihn die Falte einer Hose schnitt.

Er blickte in sein leeres Glas und stritt
Mit seinem Raum und konnte nicht verzeihn,
Daß der zu arm war und zu eng zu dritt.