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Aus »Unstrutleuchten. Erstes Buch«. Gedichte 2014, Vers 43863 bis 43895

ZALLE


In Zalle, do wärd’s ver Daje nit halle.


I

Zalle, Zella, Zelle, Zeil,
Lebenskleinstes Eins für alle,
Teilungstochter, Trumm und Teil
Zalle.

Wasser tut mit reichem Schwalle,
Anders kommt der Eisenkeil,
Und die Lilie blüht am Walle.

Auf der Kutte härnem Seil
Zeigt der Knoten sich als Schnalle,
Und der Ort heißt ohne Eil
Zalle.


II

Bist gepilgert manche Meil,
Doch du kommst nicht aus der Falle,
Immer zeigt der Richtungspfeil
Zalle.

Wer da fortgeht, bleibt am Balle,
Trifft daheim den Baum das Beil,
Spürst im Herzen scharf die Kralle.

Darum klag nicht, daß das Heil
Gläsern tauch wie eine Qualle!
Denn Verlaß ist und Verweil
Zalle.


III

Wie der Blitz aus Wolken steil
Jäh sich löst mit einem Knalle,
Sei bereit und immer peil
Zalle.

Speit der Drache Gift und Galle,
Aus dem Auge zieh den Speil,
Und die Ordnung schaff im Stalle.

Manches Nest hält man dir feil,
Babylon und Wotans Halle,
Doch zuletzt bleibt obergeil
Zalle.