Willkommen

Lebenslauf

Aktuell

Werke

Publikationen

Video

Leserstimmen

Verweise

Besucherbuch

Impressum
 
voriges Gedicht nächstes Gedicht

Aus »Die alte Linde. Erstes Buch«. Gedichte 2012, Vers 40656 bis 40675

SCHWEDENLINDE


Grad wie ein Nashorn schaut sie her,
Ein Aststumpf macht uns Nas und Maul,
Daß man der Greisin Sterben wehr,
Warn Vater, Opa, Ur nicht faul.

Der Baum, gespalten, mählich bricht,
Der Dorfschmied legt die Ketten an,
Und hilft dies allzulange nicht,
So wiederholts ein jüngrer Mann.

Die Linde, die achthundert Jahr
Wohl auf und auch im Buckel hat –
Wir werden scheitern, das ist klar,
Doch noch ist grün das Lindenblatt.

Ein Schweden-Graf in dem Gefecht
Um Brielow fiel, und seine Braut
Bewahrte sein Gebein nicht schlecht
In der schon lang gegerbten Haut.

Sie hat mit dieser grünen Bahr
Nicht nur geehrt, was sie geliebt,
Auch was uns quälte dreißig Jahr,
Der Name uns ein Mahnmal gibt.